Verletzlichkeit ist die neue Stärke

Strong means being vulnerable and showing it on the outside - this is the new strength

Nachdem ich heute anlässlich meines Posts auf Facebook aufgrund meines Ehrlichkeit, um Hilfe zu bitten (es ging um einen vermutlich eingeklemmten Wirbel und dementsprechender Schmerzen und Unbeweglichkeit) unendlich viele herzerwärmende, liebenswürdigen, extrem positive, Rückmeldungen sowie private Nachrichten und Anrufe voller Hilfsbereitschaft, Dankbarkeit und Offenheit bekommen habe, ist mir einmal mehr bewusst geworden, wie viele nach außen hin so souverän wirkende, tolle, starke (und das sind sie auch tatsächlich) und zugleich extrem sensible, zerbrechliche, gefühlvolle Frauen es gibt, denen es zT die Tränen in die Augen getrieben hat, weil sie sich so in dem Geschriebenen wiedererkannt haben.

Wie oft leben wir hinter einer Fassade, weil wir uns immer behaupten mussten und glauben, immer noch zu müssen, um anerkannt zu sein, überhaupt gesehen und gehört zu werden bzw geliebt und im Extremfall, eine Daseinsberechtigung zu haben.

Wie oft meinen wir, alles selbst schaffen zu müssen ohne nach Unterstützung zu fragen, (weil es kaum bis gar keine gab), um schmerzhafte, vom außen abgewertete Gefühle wie Schwäche, Bedürftigkeit oder Anspruch auf Nähe und Angenommensein nicht zu spüren.

Viele machen das bereits das ganze Leben lang - ich eingeschlossen - mal mehr mal weniger - und das trotz intensiver Arbeit an sich selbst.

Wie oft haben wir unsere Gefühle, die uns Frauen nun mal zu Frauen machen, unterdrückt, weggegessen, runtergeschluckt, weggesportelt, getrunken, geshoppt, geraucht, usw bis wir sie irgendwann nicht mehr spürten.

Wie oft haben wir unsere unerwünschten Gefühle auf andere projiziert, sie an anderen verurteilt oder lächerlich gemacht, um sie nicht selbst spüren zu müssen.

Wie oft haben sich die Emotionen körperlich manifestiert inform von Schmerzen, Gewichtsproblemen, Süchten, Verdauungs / Schilddrüsen / Atemwegs / Unterleibs / Hauterkrankungen etc.

Oder seelischen Erkrankungen wie Depressionen, Borderline, Panikattacken, Angst oder Essstörungen udgl. bzw sind wir emotional abgestumpft, um unseren ‚Mann’ zu stehen, um in einer rationell, intellektuell und vorrangig leistungsorientierten Welt mithalten zu können.

—> Ladies - hören wir auf damit, und beginnen wieder mehr das #Frausein zu leben, unsere Gefühle, Emotionen, das was uns bewegt und berührt und zugleich andere und vor allem Männer wieder mit deren Emotionen in Kontakt bringt, DRAMAFREI zu äußern.

Uns zu zeigen wie wir sind und damit einen wertvollen Beitrag für mehr #MENSCHLICHKEIT und Frieden zu leisten!

Emotionen machen uns nun mal zu Menschen - manche empfinden intensiver, manche weniger intensiv als andere - ja und das ist ok und vor allem etwas ganz besonders Wertvolles!

Mach Dir das bitte einmal bewusst oder lese die letzten Zeilen gleich ein paar mal durch!

Das ist es, was mir schon so lange am Herzen liegt, zu vermitteln, was mich allerdings aufgrund meiner eigenen Scham, eine Riesenbandbreite Gefühle intensiv wahrzunehmen (auch die anderer, selbst wenn ich ein SMS bekomme oder die Person / Personen nur da sind, auch ohne im direkten Kontakt zu sein, ohne zu sprechen wie zB auf öffentlichen Plätzen, in meinen Yogakursen, in engem Raum wie im Flugzeug, am Flughafen etc) immer wieder zurück gehalten hat.

Ein schmerzbedingtes ‚Ausser Gefechtsein’ durch einen unbeweglichen Rücken hat heute somit den Bann gebrochen, mich in einer neuen - MEINER ECHTEN Version zu zeigen.

Nicht perfekt, nicht immer souverän und stets gut gelaunt.

Sondern so wie es eben ist. Mit Hilflosigkeit und Schmerz. Mit Hochs und Tiefs. Mit Bedürfnissen und Unzulänglichkeiten. Mit Schwäche und Aggression. Mit Trauer und Wut. Mit Einsamkeit und Erschöpfung.

Denn all diese Zustände existieren in uns genauso wie Freude und Spaß, Euphorie und Neugierde, Liebe und Abenteuerlust.

Werden die ‚unangenehmen‘ jedoch andauernd verdrängt, haben auch die ‚positiven‘ keinen Platz mehr, gefühlt zu werden. Da ist alles randvoll mit Dunkelheit und das Licht kann nicht leuchten. Wie auch?

Somit hat sich heute nicht nur die körperliche Unbeweglichkeit schlagartig verbessert, sondern sich eine ganz neue Tür geöffnet, die auch andere ermutigt hat, dasselbe zu tun.

Nämlich beweglicher zu werden und dadurch Schleusen zu öffnen, damit wiede Fluss entsteht.

Die vielen positiven Kommentare belegen, dass Mitgefühl, Hilfsbereitschaft und Herzenswärme haushoch in der Überzahl sind im Gegensatz zu Ablehnung, Verurteilung und Angriffen!

Mit diesen neuen Erfahrungen und Referenzpunkten ist gleich eine ganz andere Basis da, auf die aufgebaut und mutig weitergegangen werden kann.

Danke an alle, die mich auf welche Art und Weise auch immer heute vor allem emotional begleitet, unterstützt, mich gesehen, gehört und motiviert und mir somit immense Kraft und Zuversicht gegeben haben, dass das erst der Anfang ist🙏❤️!

In diesem Sinne

—-> Let’s be vulnerable - that’s the new strenght and has a huge capacity of POWER!- and most of all - it gives others the possibility to do the same

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