Emotionales Essen

Ein Beitrag auf Facebook, wo ich erstmals absolut ehrlich über einen meiner wundesten Punkte geschrieben habe,  hat eine Lawine an Likes, sehr vielen positiven Kommentaren sowie privaten Nachrichten ausgelöst.

 

Es ging um einen suchthaften Rückfall, was Essen angeht, der mich alles anzweifeln und mich nicht mehr klar denken liess.

 

Die immense Resonanz hat mich einerseits sehr gefreut und beruhigt und andererseits dazu veranlasst, weiteren Mut zu fassen, mehr zu diesem Thema zu schreiben.

 

Zum Thema emotionales Essen / sich verletzlich zeigen und mehr und mehr die Botschaften deuten lernen, die von innen kommen, ihnen zu vertrauen und neue Wege zu gehen.

 

Was ich beobachten konnte, war, dass da sehr viel Mitgefühl war, das mir entgegengebracht wurde, was mich zutiefst berührt hat.

 

In diesem Sinne vielen Dank an alle, die mir durch ihre Worte immense Kraft gegeben und mich dadurch extrem bestärkt haben, weiterzumachen. Mich verletzlich zu zeigen und dadurch andere zu ermutigen, das Gleiche zu tun. Denn, so wie aus den Kommentaren hervorging, haben viele sich in dem Geschriebenen wiedererkannt.

 

Was ich spannend fand, ist, dass einige (aus vermulich nicht vorhandener Vorstellungskraft, bzw weil sie so etwas selbst nicht in der Form kennen) den Beitrag ganz anders aufgefasst haben, als ich vermitteln wollte.

 

Nämlich, dass ein paar Kekse zu essen und faul herumzuliegen ja wohl nichts Schlimmes sei.


Dass die Gefühle und Emotionen, die da mit dabei sind, allerdings ´Leben oder Tod´ bedeuten bzw die Scham, darüber zu sprechen bzw zu schreiben.

 

Alle die mir noch nicht sehr lange bzw nur oberflächlich folgen, kennen mich vermutlich in der Rolle der Trainerin und Yogalehrerin, die zu mehr Bewegung, gesunder Ernährung, Körperbewusstsein, naturverbundenem Lebensstil sowie zu mehr Risiko, Neues zu wagen und das Leben zu genießen, motiviert.

 

Zugegebenermaßen habe ich das Thema Essstörung / Binge Eating / Emotionales Essen / Bulimie, welches mich selbst mein Leben lang begleitet, bis auf gelegentliche Beiträge nicht besonders intensiv hervorgekehrt.

 

Einerseits ist es mir sehr wichtig, diesbezülich zu sensibilisieren, zu informieren und vor allem Frauen, die unter einer ähnlichen Thematik leiden bzw sich gelegentlich darin wiederfinden, zu unterstützen und andererseits ist es für mich nach wie vor ein besonders sensibles Thema, wo zugegebnermaßen immer noch ein klein wenig Scham vorhanden ist.

Die Angst, bei gewissen Auslösern in suchthaftes Verhalten zurückzufallen, können bestimmt all jene nachempfinden, die, egal um welche Sucht es sich handelt, selbst davon betroffen sind.

 

Da ich weiss, dass es kaum eine Frau gibt, die Themen wie Essen – Nicht Essen – sich kasteien – Diäten – Gewicht – Kalorien – Ab morgen bin ich diszipliniert / lasse ich dies und jenes weg – wenn ich dann dünner bin, wird alles gut ... - die Liste ließe sich endlos fortsetzen - nicht mindestens einmal in ihrem Leben erlebt hat, wird dies hier auf meiner Seite zukünftig mehr Beachtung finden.

 

Als Expertin sozusagen auf dem Gebiet Emotionales Essen, deren Hintergründe und Bewältigungsstrategien kenne ich so ziemlich alles und kann es jeder Frau nachempfinden, wie es sich anfühlt, in dem Teufelskreis gefangen zu sein.

 

Meine jahrelange (Schatten)arbeit an mir selbst hat mir auch gezeigt, dass es zwar immer wieder Herausforderungen und auch Rückfälle geben wird, dass aber mit zunehmender Sensibilisierung / Körperwahrnehmung / Selbstreflexion und Disziplin ua im Weglassen suchtauslösender Substanzen wie ZB Zucker sowie regelmäßigen Mahlzeiten, mentalem und körperlichem Training ganz viel möglich ist.

 

Was ich Dir unbedingt für heute noch mitgeben möchte ist:

 

--> Sei nett zu Dir!


-- > Sei liebevoll mir Dir und verurteile Dich nicht!


--> Sage Danke zu allem, was Du bist - zu all Deinen Anteilen.

 

Wir tragen so viele Emotionen, vor allem Trauer mit uns herum, die teilweise von unseren Ahnen - speziell von den Frauen in unserer (vor allem mütterlichen) Ahnenreihe stammt.

Erst wenn sie gefühlt und angenommen werden, können sie sich auflösen und etwas Neues kommt zum Vorschein.

 

Fang heute damit an - und denk dran - einfach mal nur für heute - das ist zunächst alles, was zählt!

 

In diesem Sinne - lass es Dir gut gehen und genieße das Leben, denn es ist das wichtigste, das Du hast.

 

 

 Hat Dich diese Information angesprochen? Erkennst Du Dich darin wieder? 

Dann hinterlasse gerne ein Kommentar oder teile den Beitrag mit Deinen Freunden, denn manchmal kann es schon Wunder wirken, wenn man sich einfach verstanden fühlt, sich die oben genannten Tipps einverleibt und somit neue Kraft gewinnt, neue Wege einzuschlagen.

 

Gemeinsam ist es viel leichter. Wenn wir Frauen uns gegenseitig unterstützen und motivieren, zu reflektieren, uns gegenseitig aufzubauen und bestärken, dann tragen wir zu einem besseren  -eigenen Leben bei, sondern tun etwas für das Wohl aller

 

Alles Liebe und Namasté
Martha

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Kommentare: 1
  • #1

    Sabrina (Donnerstag, 16 Mai 2019 16:44)

    Liebe Martha, auch ich habe ein Suchtthema mit Essen und kann daher alle Worte nachvollziehen. Es ist wirklich schwierig aus alten Mustern auszubrechen und Neues zu wagen!
    Ich danke Dir für Deine Ehrlichkeit und wünsche uns allen, die diese Thema als SCHWER empfinden, viel Kraft, Ausdauer und Selbstliebe!