Kaffee, Zucker, Cortisol

Da ist sie nun - die Fastenzeit. Vermutlich hast Du auch den einen oder anderen Vorsatz oder Plan, in den Wochen vor Ostern irgendetwas wegzulassen, auf etwas zu verzichten oder möglicherweise ganz zu eliminieren. Die Zeitqualität ist tatsächlich hervorragend dazu geeignet, sich von Altem zu verabschieden, sei es nicht getragene oder ausgediente Kleidung, die schon ewig im Schrank herumhängt, Krimskrams in Schubladen, Kellern oder Dachböden.

 

Vielleicht möchtest Du auch einmal alles aufbrauchen, was Du noch an Lebensmitteln in Vorratskammern, Kühlschränken und Eisfächern hast.

 

Einmal ein paar Wochen nichts zu kaufen, sei es Gewand, Bücher oder Sonstiges, das man sich ´gerne mal gönnt´.

Wenn Du in Dich hineinspürst, weisst Du vermutlich selbst am besten, was es bei Dir ist, von dem Du eine Zeit oder endgültig Abschied nehmen möchtest. Das können auch Verhaltensweisen sein oder Gewohnheiten, die mehr schaden als Dir dienen und Dich wachsen lassen.

 

Was voll ist, muss leer werden,

 

das besagt eine alte chinesische Weisheit. So ist auch unser Körper voll mit Altlasten / Fetteinlagerungen, die uns oft nur behindern, die uns einschränken (bei Yogaübungen, Stiegensteigen zum Beispiel oder wenn die Hosen nicht mehr passen), Verdauungsmüll, der seit Jahren in unserem Darm festsitzt und sukzessive giftige Dämpfe abgibt, die das Gehirn benebeln, uns daran hindern, klar zu denken und dem zu folgen, was uns gut tut und uns in die Freude bringt. Was (über)voll ist, muss von Zeit zu Zeit leer werden. Das ist ein universelles Gesetz!

 

Was Kaffee dazu beiträgt, bzw. warum er als Genussmittel für hin und wieder gesehen, und weniger als Dauermittel bzw als Standardgetränk konsumiert werden soll, darum soll es in den nächsten Zeilen gehen.

Dieser anregende Muntermacher ist möglicherweise auch Thema bei Dir in der Fastenzeit - und wenn nicht, dann geht beim Lesen vielleicht trotzem das ein oder andere Aha Erlebnis daraus hervor.

 

Eines vorweg - Kaffee ist ein chemischer Stressor, der die Nebennieren anregt indem diese Cortisol ausschütten.

Und Cotisol ist ein Hormon, das für die Stabilisierung des Blutzuckerspiegels verantwortlich ist.

 

Wenn das Gehirn also in Stressphasen zur Findung von Lösungen vermehrt Zucker verbraucht, hilft Cortisol, den im Körper verfügbaren Zucker zu mobilisieren, was den Blutzuckerspiegel zuerst erhöht und als Folge unter Anfangsniveau bringt.

 

Stress entsteht nämlich nicht allein durch zu viel Arbeit im Büro, permanentes Beschäftigtsein oder im Strassenverkehr festzustecken. Du kennst das bestimmt, wenn Dir tausend Dinge durch den Kopf gehen, alle möglichen Emotionen in Dir brodeln, weil Du nicht Nein gesagt hast, den Dienst Deiner Arbeitskollegin zu übernehmen, obwohl Du viel lieber einen ruhigen Abend im Bett verbringen wolltest zB.

Oder weil Du kaum Zeit für Dich hast, aber zu wenig bis gar nicht Deine Bedürfnisse kommunizierst und deshalb übergangen / übersehen / überhört wirst bzw Deinen Bedürfnisse selbst nicht nachgehst!

 

Oder weil Du nicht das lebst, was Du eigentilch willst.

 

Dass Trennung, Scheidung, Jobverlust, Delogierung, Tod eines nahestehenden Menschen massiv Stress auslösen, ist vermutlich jedem bewusst. Neben all dem muss allerdings auch erwähnt werden, dass Nahrungsmittel genauso Stress im Körper auslösen können und zwar genau diejenigen, die oftmals als `schnelle Energiespender’ oder als ´Entspannungsmittel` angepriesen werden.

Nicht nur Naschereien, Mehlspeisen und Croissants, bzw alles, was irgendeine Art von Zucker enthält, wie zum Beispiel Milchprodukte, süße Getränke, Weissbrot, Alkohol, Energydrinks, sondern auch Kaffee - explizit mit Milch und Zucker und auf nüchternen Magen getrunken, lösen Stress aus.

Was allerdings nicht bedeutet, dass Kaffee schwarz getrunken weniger stressauslösend sein kann ;-)!

 

All dies signalisiert dem Körper - ACHTUNG ALARM. Als Folge steigt der Blutzuckerspiegel und Insulin wird zum Senken von diesem ausgeschüttet.

 

Je mehr ´Zucker´ ein Nahrungsmittel enthält, bzw je mehr Cortisol mobilisiert wird, umso höhere Mengen an Insulin müssen ausgeschüttet werden, umso tiefer sinkt dann der Blutzuckerspiegel und nach kurzer Zeit entsteht ein Energietief, das wiederum sehr oft mit Zucker, Kaffee, Red Bull etc aufgefüllt wird - vielleicht nicht bei Dir oder nicht regelmäßig aber möglicherweise in Stressphasen, was den Stress, statt ihn zu senken, dann noch mehr erhöht.

Die Nebennieren sind ständig am ‚Feuern‘ und irgendwann stellen sie, genau wie die Bauchspeicheldrüse ihre Tätigkeit ein, weil es ein ZU VIEL, ZU OFT, ZU INTENSIV ist.

 

Das gleicht einem Burnout,

 

wenn also nichts mehr geht. Bevor es allerdings dazu kommt, hat der menschliche Organismus viele Mechanismen, um den Extremfall abzuwehren: Heisshunger, Gewichtszunahme, Stimmungsschwankungen, Schlafstörungen, hormonelle Ungleichgewichte mit unterschiedlichen Auswirkungen uvam.

 

Nicht jeder Mensch ist gleich und jeder verstoffwechselt Kaffee (wie auch Zucker und Alkohol) unterschiedlich, aber eines ist fix: zu viel Stress und zu wenig Ausgleich dafür bewirken Müdigkeit, Energielosigkeit, lassen schneller altern und machen definitv krank.

 

Zusammengefasst und gerade jetzt in der Fastenzeit

 

  • Meide Kaffee so gut Du kannst und verwende ihn je nach Verträglichkeit maximal in sehr kleinen Dosen als Genussmittel nach einer Mahlzeit.
  • Meide bzw streiche Zucker und sämtliche zuckerhaltige Nahrungsmittel und einfache Kohlenhydrate wie Weissmehlerzeugnisse, udgl komplett aus Deiner Ernährung, selbst wenn Du viel Sport machst.
  • Verzichte auf Alkohol generell, denn auch er setzt sich aus Zucker zusammen.
  • Übe Dich darin, zur Ruhe zu kommen, tief zu atmen, Yoga zu praktizieren, Zeit in der Natur zu verbringen und auch einfach einmal nichts zu tun.

 

Was Du zum Entgiften und Entlasten essen und trinken sollst, kannst Du momentan vermutlich überall nachlesen, denn die Zeitschriften und Artikel im Internet sind voll davon.

 

Wenn meine Infos, die vielleicht nicht so bekannt sind, Dein Interesse an einer Beratung / Coaching zum Thema Ernährung, oben genannten Themen, ausgelöst hat, vor allem, wenn emotionalem Essen ein Thema ist, also unkontrollierte Essanfälle etc., schreib mir gern eine Nachricht an office@martha-yoga.at.

 

Als langjährige Ernährungsberaterin und selbst ehemals massiv Betroffene von suchthaftem Essen, biete ich derzeit auch wieder indiviuelle Einzelcoachings an mit Inhalten wie Ayurveda, TCM, GLYX, die vor allem auch für Menschen mit emotionalem Essverhalten sehr hilfreich sind. Auch EFT (Emotional Freedom Technique / Tapping), eines meines Erachtens wirkungsvollste Massnahme, als unbedingte Unterstützung ist Bestandteil davon!

In diesem Sinne - lass es Dir gut gehen und mach Dir bewusst, alles geht von Dir aus, alles beginnt mit einem Gedanken und die Entscheidung triffst immer Du!
 
Namasté Martha

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